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Abenteuer Jakobsweg von Trier nach Metz Juli 2017

Wieder ein Stück Jakobsweg wollen wir gehen, Roland und ich, dieses Jahr wieder für 10 Tage. Wir fangen in Trier an, bis dahin war ich im letzten Jahr gegangen. Wieder sind nur 10 Tage Zeit, aber so Stück für Stück den ganzen Weg. Irgendwann bis Santiago de Compostela.
Diesmal wollen wir mit Zelt gehen. Denn im letzten Jahr hatte ich doch gemerkt, wie unflexibel man ist, wenn man dann noch zum Quartier gehen muss, obwohl man eigentlich dazu zu müde ist. Und man ist nicht auf die teuren Quartiere angewiesen.
Navigiert wird mit Handy. Eigentlich ist der Weg gut ausgeschildert, aber manchmal eben doch nicht. Und so sind wir froh, die Navigation dabei zu haben.

 

Unsere Etappen Trier – Metz

Und so gehts los von Trier, nachdem wir mit dem Nachtzzug von Dresden angekommen sind. Kaum geschlafen, waren wir doch vorerst sehr müde. Und trotzdem haben wir bis Tawern durch gehalten. Gut, dass wir das Zelt dabei hatten, denn so entfiel die Quartiersuche. Hier gibts wenig bezahlbare Quartiere. Und wir treffen schon die ersten Pilger. Ein Schweizer, der alles verkauft hatte und das Gepäck in einem Gestell mit Rädern hinter sich her zieht. Er will bis nach Marokko.
Nach Tawern ist auf dem Berg erine alte römische Tempelanlage. Ein Brautpaar hatte dort Fotoshooting.

Die erste Etappe im Zelt geschlafen und früh gehts gleich los, Frühstück nur aus dem Rucksack, denn hier gibt es leider nichts zu kaufen. Am Jakobsweg liegen hier meistens kleine Dörfer, die nicht mal ein Einakufsmöglichkeit oder Gaststätte haben. Aber von Kirche zu Kirche geht der Weg. In Deutschland sind die Kirchen auch meist offen. Wir schaffen es bis Merzkirchen zu Marys Herberge. Die ist leider seit Mai zu. Mary  erlaubt uns, in ihrem Garten zu zelten. Aber Abendessen ist nix leider hier.

Nun nach Perl. Wir sind doch schon ganz schön geschafft.In Perl haben wir Quartier bei einer alten Dame. Sie ist schon 88, wie wir später von ihrer Tochter erfahren. Und hier gibts auch Gaststätten. Perl liegt im Dreiländereck Deutschland – Luxenburg – Frankreich.

Nach einem reichen Frühstück starten wir von Perl. Da gehts zuerst nach Schengen/ Luxemburg. Wir laufen in den Weinbergen an der Mosel. Auf der anderen Moselseite schafft mich ein langer Aufstieg. Der ist mit Rucksack doch schwer. Und ich überlege schon, was ich nächstes Jahr noch weg lassen kann. Natürlich haben wir auf das Gewicht geachtet und schon keine unnützen Sachen dabei, aber die Menge machts. Mit Zelt ist doch etwas mehr Gepäck. Die anderen Pilger, die wir getroffen haben, waren alle ohne Zelt unterwegs. Da hat man nicht so viel Gepäck, aber man muss zum Teil teure Unterkünfte buchen. Gerade in dieser Gegend gibt es wenig bezahlbare Unterkünfte.
Pause –  wir müssen die Wasserflaschen auf füllen. Roland fragt die Leute in einem Haus. Es stellt sich heraus, dass die Frau die Küsterin ist, sie schließt uns die Kirche auf und gibt uns einen Stempel in den Pilgerausweis..

Auf dem Weg liegt die Maginot-Linie. Das ist ein aus einer Linie von Bunkern bestehendes Verteidigungssystem entlang der französischen Grenze zu Belgien, Luxemburg, Deutschland und Italien. Das System ist benannt nach dem französischen Verteidigungsminister André Maginot. Es wurde von 1930 bis 1940 gebaut, um Angriffe aus diesen Nachbarländern zu verhindern bzw. abzuwehren.  Und dann endlich angekommen bei Monique in Saint Marguerite. Das hatte uns unsere Vermieterin in Perl vermittelt. Monique hatte für uns gekocht, wir hatten ein wunderbares Zimmer. Hier trafen wir Paul-Josef, der sich als Rentner Zeit für den ganzen Jakobsweg gönnt. Abends tauschten wir  Erfahrungen aus und saßen noch lange bei Bier und Wein. Man trifft tolle Leute auf dem Weg.

Und nun bis Vigy, erst dann gibts die nächste Gaststätte oder Laden. Das ist die härteste Tour. Es ist sehr heiss, heute besonders. Unterwegs müssen wir unsere Wasserflaschen auf füllen. Die Leute sind nett hier. Viele sprechen noch deutsch. In Aboncourt bekommen wir sogar kostenlos Kaffee in der Info. Und wir beschliessen doch noch bis zur Pizzeria in Vigy zu gehen, denn wir haben keine Reserven mehr im Rucksack. Aber das es so weit ist, hätten wir nicht gedacht und kommen an unsere Grenzen wiedermal. Roland hat große Blasen und mir schmerzen sehr die Füße. Die letzten 3 km konnten wir zum Glück mit einem netten Mann mit Hund mit fahren. Die Pizza ist dann aber super. Und schlafen dann wieder im Zelt …

Von Vigy nach Metz, das scheint nicht weit zu sein, aber wir sind doch schon sehr angeschlagen. Nach einem Kaffee am Morgen auf dem Feld gekocht, gehts los. Das Laufen fällt uns nun doch ziemlich schwer. Der Weg geht wieder größtenteils auf Straßen. Wir beschließen, die Tour in Metz zu beenden. Dort buchen wir ein preiswertes Hotel, wollen unsere Füße am nächsten Tag pflegen und die Stadt erkunden.

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