Tipps zu gesunder Ernährung für ein neues Lebensgefühl

Die Pyramiden

Die Pyramiden sind ein Muss für jeden Kairo-Touristen. Und starte ich  Sonntag alleine nach Gizeh. Sabine muss arbeiten und ihr Sohn geht in den Kindergarten.

Eigentlich wollte ich mit dem Bus fahren. Ich komme an der gefährlichen Straße unweit von Sabine an. Und bin spät dran und am Verzweifeln. Dichter Verkehr und das Überqueren der Straße ist wieder mal fast unmöglich. Und so plane ich um. Taxis halten hier viele und so steige ich ein. Die meisten Leute hier können leider kein englisch. Und so hat mich der Taxifahrer zuerst zu einem Hotel gebracht, natürlich mit Sicherheitskontrollen an der Einfahrt. Aber ich kann ihm dann doch erklären, dass ich zu den Pyramiden möchte. Das ist fast eine Stunde Fahrt. In der Nähe der Pyramiden versuchen verschiedene Leute, das Taxi anzuhalten und mir einzureden, dass man ja an die Pyramiden nicht ranfahren kann und unbedingt mit dem Kamel reiten müsste. Der Taxifahrer schmunzeln und ich auch. Geschäftemacherei.

Oben angekommen, entschliesse ich mich zum Eintritt in die grosse Pyramide (Cheops) und das Areal natürlich. 280 Pfund sind weg. Das sind umgerechnet etwas mehr als 30 Euro. Naja, aber ich möchte in der grossen Pyramide meditieren.

In die Cheops-Pyramide gehts viele Stufen nach oben. In der Grabkammer ist es heiss und es hallt ganz eigenartig. Jeder Ton auf den Stufen oder die Gespräche von Leuten wird verstärkt und wird von den Wänden zurück geworfen. Eine kurze Zeit bin ich alleine in der Grabkammer und meditiere. Es ist kraftvoll.

Aber dann kommen wieder Leute. Und dann regt mich was auf, denn alle hier halten die Hände auf und wollen extra Geld, auch wenn man nur was fragt. Man freut sich, dass die Wächter so freundlich sind, aber sie lassen sich das alles bezahlen!! Und sie sind mit wenig nicht zufrieden! Das nervt wirklich sehr. Es stehen auch nirgends Schilder mit Erklärungen, so dass man fragen muss!

Und dann gehts weiter. Ich möchte alleine um die Pyramiden laufen, bisschen in die Wüste wegen dem Ausblick. Und da drängeln sich ständig Kameltreiber auf. Nachdem ich 2 abgeschüttelt habe, gelingt mir das beim 3. nicht, er läuft mit mir mit, einfach blöd. Er versucht immer wieder, mich dazu zu bewegen, doch aufs Kamel zu steigen, weil man ja nicht laufen kann. Es nervt mich. Deswegen bekommen von mir die Pyramiden als Besucher eine schlechte Note. Es war einfach nicht entspannt und viel zu kommerziell. Ich habe noch einen Polizisten gefragt, der war sehr freundlich, wollte aber auch Geld. Auch für die kostenlose Pyramide wollten sie extra Geld.

Leicht frustriert ging ich die Strasse zur Stadt weiter. Hier war das wahre Leben. Ich entspannte mich erstmal bei einem Tee. Hab mich dann aber doch von dem netten Teestubenbesitzer zum Kauf von Parfümöl verleiten lassen. Das ist immer die gleiche Masche. Vielleicht kenne ich mich nun etwas besser aus. Aber ich konnte mich gut mit ihm unterhalten und er hat mich dann zum Mikrobus gebracht. Mit Bus zurück war mein Plan. Aber das ist wirklich nicht einfach, wenn man die Stadt nicht kennt. So musste ich immer fragen und die meisten kennen kein englisch. Und so hat mich dann ein arabischer Mann in meinem Alter zum Tahirplatz und heim zu Sabine gebracht. Wir mussten x-mal umsteigen und über große Strassen, das hätte ich alleine wahrscheinlich nicht gepackt, es war auch schon dunkel. Es war wie wenn er mich beschützt hat und ich danke ihm dafür. Auch er konnte fast nur arabisch und wir konnten uns nur mit dem Google-Übersetzer unterhalten. Er hat 3 Kinder und hat mir einiges von sich erzählt.

Sabine zu Hause hatte sich schon Sorgen gemacht, es war schon um 9, als ich zu Hause war. Und ich hatte die Nachrichten im Handy nicht beantwortet. Asche auf mein Haupt. Ist aber alles gut gegangen. Am Ende war der Tag doch spannend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.